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Technik – Heimnetzwerk

Hier soll es um mein Heimnetzwerk gehen, ich werde dir hier meine Strukturen und Konzepte aufzeigen und auch erläutern wie und warum ich etwas so getan haben wie ich es habe. Eventuell kannst du dir ja hier einige Informationen für dein eigenes Netzwerk ableiten 🙂

Warum ein eigenes Netzwerk?

Man kann sich nun die Frage stellen warum sollte man ein eigenes Netzwerk aufbauen. Ich versuche das mal kurz und knapp aber dennoch schlüssig zu beantworten.
Ein eigenes Netzwerk kann so einige Aufgaben übernehmen welche man sonst all zu gern in die Cloud verlegt. Hier wäre zum Beispiel die Verwaltung von Kontakten und Kalendern zu nennen oder eben auch das Bereitstellen von Dateien auf mehreren Geräten wie Notebooks oder Tablets. Ebenfalls lässt sich durch den Einsatz eines Medienservers ein eigenes Netflix ähnliches erlebnis im eigenen Heim ohne benötigtes Internet erstellen. Mein größtes Pro ist einfach die unabhängigkeit. Dem Zwang zu entgehen ständig alles über das Internet erledigen zu müssen.

Struktur, Hardware und Software des Netzwerks

Im wesentlichen besteht mein Netzwerk aus folgenden Komponenten: Ein Server welcher mehrere  Dienste zusammenfasst, ein 16 Port Netgear Switch, ein DOCSIS Kabelmodem. Softwareseitig setze ich auf Ubuntu Server für das Hauptsystem und auf OPNSense für die Firewall. Auf dem Hauptserver gibt es einen Samba Fileserver, Anmeldeserver sowie einen seperaten Medienserver. Nextcloud ist ebenfalls installiert und dient der Verwaltung von Kontakten und Kalendern.

Das Hostsystem ist recht Sparsam bemessen.
Es ist ein Fujitsu Primergy TX120 S3 Server. Dieser wurde mit 32GB ECC Ram und einem Intel Xeon E31220L ausgestattet, da der Vorinstallierte Ram (8GB) und die vorinstallierte CPU (Intel Pentium Bxx) leider nicht für diese zwecke reichten. So kommt man auf eine  Summe von 150€ inklusive des Servers. Dieser ist nämlich ein gebrauchtsystem. Das ist in meinen Augen ein Preis der in Ordnung ist, wenn man sich die NAS Systeme in dieser Klasse anschaut. Das System bekam zu den 2 Onboard LAN Ports noch eine weitere Dual-Port Karte spendiert und ist somit mit 4GB/s an das interne Netz angebunden. Das ist natürlich an sich nicht wirklich nötig. Aber wenn es geht kann man es ja machen 😀

Die Firewall läuft auf einer Dedizierten Hardware von Wortmann (Terra Black Dwarf). Dadurch ist man im Falle des Falles nicht komplett vom Netz abgekoppelt. Mehrkosten hierdurch 30€ (eBay). Der Verbrauch des Systems ist durch die relativ spartanissche Hardware auch wirklich gering und fällt nicht ins Gewicht (verbraucht weniger als ein Flachbildfernseher). Das Gerät besitzt 3 LAN Ports mit jeweils 1GB/s. 2 davon sind Aggregiert (LAN) und einer geht zum Kabelmodem (WAN), das reicht hier auch aus da man in Deutschland ja so oder so nur eine Anbindung mit max 1Gbit (ca. 125MB/s) bekommt.

Hier nochmal die Hardware kurz zusammengefasst:

  • Fujitsu Primergy TX120 S3 (Ubuntu)
  • Netgear 8 Port Switch mit 1GB/s (Unmanaged)
  • Terra Black Dwarf G2 (OPNSense)
  • Netgear EX6130 (OpenWrt)